Conference paper

Weyer, Angela:

Einführung zur Podiumsdiskussion

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Liebe Kollegen und Kolleginnen,

Das Geld wird knapper, überall. Umso mehr stellt sich die Frage, wie die geringer werdenden finanziellen Ressourcen investiert werden sollen, um neu erarbeitetes Wissen dorthin zu bringen, wo es genutzt und gebraucht wird: zu den Praktikern.

Das Thema der heutigen Podiumsdiskussion lautet deshalb „Von der Forschung zur Praxis, welche Art des Wissenstransfers brauchen wir für die Zukunft?“

Diese Frage bewegt das Hornemann Institut, denn der internationale Wissenstransfer im Bereich Erhaltung von Kulturerbe ist unsere primäre Aufgabe.
Diese Frage stellen sich aber auch Förderinstitutionen
- Forschungsinstitutionen
- Berufsverbände
- Hochschulen, die zur (kostenneutralen) Weiterbildung verpflichtet sind
- und natürlich alle Nutzer

Aus diesen Kreisen haben wir Ihnen 4 Experten eingeladen:
- Frau Prof. Dr. Schädler-Saub von der Fakultät Erhaltung von Kulturgut, Diplom-Restauratorin und Kunsthistorikerin, die selbst sehr viel insb. in Printmedien veröffentlicht und auf Tagungen spricht und solche konzipiert. Außerdem ist sie inzwischen eine sehr erfahrene Lehrende und weiß sehr gut die Wege unserer Studierenden zur Informationsbeschaffung.
- Herrn Dr. Brüggerhof vomn Deutschen Bergbau Museum Bochum, einem der wenigen Forschungsmuseen Deutschlands. Er ist Naturwissenschaftler, kennt die Welt der Grundlagenforscher sehr gut und befürwortete von Anfang an Salzwiki und Repositorium. Außerdem engagiert er sich inzwischen auf politischer Ebene - Sie haben vielleicht von Falke gehört - für eine bessere Förderung der konservierungswissenschaftlichen Forschung.
- Herrn Lutz Töpfer von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, einem wichtigen Drittmittelgeber bestimmter Projekte, den die Frage des Wissenstransfer der Projekt- Ergebnisse in die Praxis natürlich stark interessiert
- schließlich Dipl.-Rest. Christian Leonhardt, der sich als Vizepräsident des Verbands der Restauratoren natürlich auch mit der Frage konfrontiert sieht, wie viel Geld der Verband in Printmedien, wie viel in Tagungen etc. investiert, zudem ist er freiberufl. Restaurator und hat auch den Wunsch, neue Forschungsergebnisse kennenzulernen .. er ist auch Nutzer unserer E-learning Kurse

Wir haben uns die Podiumsdiskussion folgendermaßen vorgestellt:
Zunächst einen kurzen Problemaufriss durch mich,
dann ein kurzes Statement von jedem Podiumsteilnehmer,
dann ggf. ein Austausch unter den Teilnehmern

nach 25-30 Minuten möchten wir Sie um Fragen und Einwände bitten

Erlauben Sie mir also zunächst ein paar einleitende Worte: (Folie)

Wir haben Sie bei Anmeldung zu dieser Tagung um Ihre Meinung gefragt. Leider ist das Ergebnis nicht wirklich strapazierfähig:
- nur 22 von Ihnen sind dieser Bitte nachgekommen, rund 1 Drittel davon Studierende.
- das 2. Problem ist die Begrifflichkeit. Ich fürchte, dass nur bei Printmedien und Tagungen wir alle hier wirklich dasselbe meinen; dadurch, dass wir das nicht wirklich erläutert haben, konnten wir nur den spontanen, ersten Eindruck einfangen.
Bei Workshops kann man sich z.B. teure, weitgehend theoretische Seminare vorstellen oder praktische Übungen wie bei dieser Tagung, die sich übrigens großer Beliebtheit erfreute.
Elektronische Publikationen können für Nutzer und Autoren kostenfrei, dann aber weitgehend ohne wiss. Lektorat oder review Prozess sein, oder aber auch kostenpflichtig für Nutzer und – recht neu im Angebot von Verlagen – für z.B. 800 bis 1300 € (Springer Verlag) pro Beitrag von Autoren eingekauft werden.
E-learning oder blended learning, also internetbasiertes Lernen mit und ohne Präsenzphasen, gibt es viel bei Firmen zur Weiterbildung, kommt aber auch im Hochschulbereich vor. Unsere Kurse werden im Zuge der familienfreundlichen Hochschule eingesetzt, aber auch zur Vorbereitung externer Studierender für unser Master-Studium oder einfach zur Unterstützung praktischer Lehrveranstaltungen.
Podcast kennen wir aus der Politik, die täglichen Nachrichten ans Volk, sie kommen bei E-learning Kursen vor und natürlich ist vorstellbar, dass wir uns neue Forschungen z.B. beim Autofahren auch erzählen lassen.

Mein Ziel für heute ist:
- die Abbildung der Kontroverse:
also immer weniger Geld bei immer größerem Wunsch nach Wissenstransfer/ Lebenslangem Lernen - ,
immer mehr Nutzer wollen kostenlose, qualitativ hochwertige Infos im Internet, die Wissenschaftler ziehen aber weiterhin Printmedien vor, Naturwissenschaftler sogar bestimmte...

- und als 2.: Neue Möglichkeiten werden wir heute wohl kaum auftun. Aber die Information über die verschiedenen Argumente, Interessen, Voraussetzungen, Standpunkte insbesondere im Bereich der sog. „Informationsbeschaffung“ im Internet sollte möglich sein

Um diese Ziel zu erreichen schlage ich vor, dass wir die unteren 4 Positionen zunächst einmal vernachlässigen und uns auf die „Gewinner“ konzentrieren, also die 5 oberen Wege.

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Hornemann Institut der HAWK