Jahresbericht 2015

Wissenstransfer
- EU-Projekt EwaGlos erfolgreich abgeschlossen
- Online-Forschungsportal mit E-Publication und Salzwiki / Saltwiki
- 2015 veröffentlichte wissenschaftliche Arbeiten
- Schriftenreihe
- E-learning-Kurse
Veranstaltungen
Sonstiges

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Wissenstransfer

EU-Projekt EwaGlos erfolgreich abgeschlossen

Ende Oktober erschien das Glossar als 450 Seiten starkes Buch:

EwaGlos - European Illustrated Glossary of Conservation Terms for Wall Paintings and Architectural Surfaces, English definitions with translations into Bulgarian, Croatian, French, German, Hungarian, Italian, Polish, Romanian, Spanish and Turkish, ed. by Angela Weyer, Pilar Roig Picazo, Daniel Pop, JoAnn Cassar, Aysun Özköse, Jean-Marc Vallet and Ivan Srša, Petersberg 2015
(= Schriften des Hornemann Instituts 17), ISBN: 978-3-7319-0260-7
Es ist kostenfrei in zwei Versionen herunterladbar:
http://dx.doi.org/ 10.5165/hawk-hhg/233 (ca. 99 MB);
http://dx.doi.org/10.5165/hawk-hhg/234 (ca. 48 MB)

Das im Rahmen eines EU-Projektes (Culture 2007-20013) unter Koordination des Hornemann Instituts entwickelte elfsprachige Glossar stößt weltweit auf sehr großes Interesse: Bereits innerhalb weniger Stunden nach der Freischaltung des PDFs stieg der Zugriff auf die Projektwebsite (www.ewaglos.eu), von der der Download möglich ist. Gleichzeitig stieg die Aktivität auf der EwaGlos Facebook-Seite deutlich an: Die Ankündigung in Englisch wurde innerhalb der ersten Tage 93 mal weiterverbreitet, die wiederum von 7.357 Personen gesehen und 682 mal geliked wurde mit einer Gesamtzahl von 344 Kommentaren und Weiterverbreitungen. Die elf Sprachen ermöglichen die Rezeption in 109 Ländern.

Zunächst erschien es doch sehr gewagt: ein EU-Projekt mit teilweise unbekannten Partnern und dem ehrgeizigen Ziel, in der nur zweijährigen Laufzeit ein Buch mit gemeinsam erarbeiteten Definitionen in elf Sprachen zu publizieren. Aber es gelang, und das Konsortium aus sieben wissenschaftlichen Institutionen, vorwiegend Hochschulen, unterstützt von vielen weiteren Expert/inn/en aus verschiedenen Fachdisziplinen legten das reich illustrierte Glossar zu Konservierungsbegriffen der Wandmalerei/Architekturoberfläche vor: Prägnante Texte und demonstrative Abbildungen sollen die rund 200 Begriffe zweifelsfrei erläutern.

Das Problem ist, dass sich in diesem jungen akademischen Fach selbst die Restaurator/inn/en in Deutschland über einige Begriffe, wie z.B. Sinopie, nicht einig sind. Wenn man sich dann noch die verschiedenen Lerntraditionen in Europa vor Augen führt, verbunden mit regional unterschiedlichen künstlerischen Techniken und der Verwendung ausländischer Begriffe in einigen Sprachen, kann man sich die Schwierigkeiten eines solchen Projekts wohl gut vorstellen. Überraschungen hielt auch die vermeintlich einfache Bebilderung der Seiten bereit: In den auf die Dokumentation von Arbeitsabläufen und Befunden spezialisierten Archiven der Partner fanden sich selten eindeutige Bildbeispiele. Außerdem überwog der Wunsch, mit den ausgewählten Fotos auch die europäische Kultur in ihrer Verschiedenartigkeit über die Jahrhunderte abzubilden.

Das Buch unterstreicht die wichtige Rolle, die professionell auf internationaler Ebene entwickelte mehrsprachige Vokabularien für Erhaltungskampagnen und den Meinungsaustausch unter Experten spielen. Neben dem Glossar selbst finden sich im Buch mehrere Vorworte, die die Bedeutung für die Fachwelt unterstreichen, sowie eine Einführung der Projektkoordinatorin über das methodische Vorgehen im Projekt. Bei der Nutzung helfen Indexe in allen elf Sprachen. Das Buch schließt mit einer umfangreichen Bibliographie für dieses Spezialgebiet.

Wie wichtig die europäische Diskussion über die Terminologie der Konservierung/Restaurierung in Europa ist, zeigt der ansteigende Bedarf: Denn die Mobilität von Restaurator/inn/en in Europa und die Zahl europaweiter Ausschreibungen steigen stetig an. Gerade die Restaurierung von Wandmalerei/Architekturoberfläche wird oft in großen Maßnahmen mit vielen Beteiligten durchgeführt. Die teilweise nicht eindeutigen Definitionen führen zu Verständigungsschwierigkeiten und Missverständnissen.


Zu den wichtigsten Aktivitäten während der 24-monatigen Laufzeit gehörten,

  • die Terminologie unter den europäischen Spezialisten auf Englisch zu klären,
  • sie in zehn weitere Sprachen zu übersetzen,
  • mit Bildern und Infografiken zu veranschaulichen und
  • als nutzerfreundliches Buch zu veröffentlichen.

Von der HAWK waren beteiligt:Im Hornemann Institut: Dr. Angela Weyer (Projektmanagement), Dipl.-Rest. Sophie Haake-Harig, Dipl.-Rest. Barbara Hentschel M.A., Barbara Neubauer M.A., Karin Schinken M.A.,

Nadia Thalguter M.A.. In der Fakultät Bauen und Erhalten: Prof. Dr. Dipl.-Rest. Ursula Schädler-Saub, Prof. Dr. Dipl.-Rest. Nicole Riedl, Dipl.- Rest. Anneli Ellesat M.A.

Die Projektpartner waren:

  • ES - Universidad Politècnica de València (Prof. Dr. Pilar Roig Picazo)
  • RO - University of Art and Design, Cluj-Napoca (Prof. Dr. Daniel Pop)
  • MT - University of Malta (Prof. Dr. JoAnn Cassar)
  • TR - Karabük Üniversitesi (KBU) (Prof. Dr. Aysun Özköse)
  • FR – Centre Interdisciplinaire de Conservation et Restauration du Patrimoine, Marseille (Dr. Jean-Marc Vallet)
  • HR - Croatian Conservation Institute, Zagreb (Dr. Ivan Srša)

Außerdem waren vor allem folgende Experten involviert:

Stefan Belishki (Association of Conservator-Restorers, Bulgarien), Dr. Dipl.-Rest. Dörthe Jakobs (Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, Prof. Dipl.-Rest. Roland Lenz (Akademie der Bildenden Künste Stuttgart), akadem. Rest. Ewa Święcka aus Polen, Dr. Márta Guttmann aus Rumänien sowie Axel Ermert von CEN (European Committee for Standardization).

Die Verbreitung der Projektergebnisse wird unterstützt von:

  • ECCO (European Confederation of Conservator-Restorers' Organisations)
  • ICCROM (International Centre for the Study of the Preservation and Restoration of Cultural Property), Rome
  • Arbeitsgruppe "Konservierung und Restaurierung von Wandmalerei und Architekturoberfläche" des Deutschen Nationalkomitees von ICOMOS (Internationaler Rat für Denkmalpflege):  
  • IIC (International Institute for Conservation of Historic and Artistic Work), London
  • WTA (Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege), München

Weitere Informationen:

www.ewaglos.eu
www.hornemann-institut.de/german/EU_Projekt_EwaGlos.php


Online-Forschungsportal mit E-Publication und Salzwiki / Saltwiki

Als Datenzentrum der TIB registrierte das Hornemann Institut weiterhin wichtige elektronische Veröffentlichungen und ergänzende Forschungsdaten auf seiner Website oder auf Salzwiki oder Saltwiki mit der persistenten Kennung DOI (Digital Object Identifier). Die insgesamt über diese beiden Informationsplattformen angebotenen elektronischen Publikationen im Bereich Erhaltung von Kulturgut wachsen stetig an. Insgesamt publizierten wir bis Ende November 2015:

Hochschularbeiten Abstracts: 1933
davon mit Volltexten: 59
Projektberichte: 57 Poster:27
Aufsätze: 21
Restaurierungsdokumentationen (hericare): 490 Objekte (675 Teil-Objekte)
Filme: 7

Die im Rahmen eines DFG-Projekts entwickelten deutsch- und englischsprachigen Fachwikis mit Repositorium zum Thema Salz werden weiterhin gepflegt und ausgeweitet, z.Zt. ist außerdem eine grafische Modernisierung in Arbeit. Die Artikel werden von vielen Restauratoren, conservation scientists etc. genutzt.
www.salzwiki.de; www.saltwiki.net
Im deutschen Salzwiki gab es Ende November 2015 342 Inhaltsseiten, im Repositorium 127 Inhaltsseiten und im englischen Saltwiki 196 Inhaltsseiten.
 

2015 veröffentlichte wissenschaftliche Arbeiten:
Projektdokumentationen

Hochschularbeiten

Schriftenreihe
Als 17. Band der Schriftenreihe des Hornemann Instituts erschien die Publikation unseres EU-Projekts EwaGlos (s.o.).

E-Learning-Kurse
Im Frühjahr boten wir vier Kurse an:

Im Wintersemester liefen folgende Kurse:

Den Studierenden der HAWK standen zusätzlich noch folgende Kurse zur Verfügung: Wissenschaftliches Arbeiten, Befundsicherung von Architekturoberfläche, Objektgeschichte, Beiträge zur Bestandserhaltung von Büchern.
 

Veranstaltungen

Hornemann Kolleg

Das Hornemann Kolleg für Restaurierung und Denkmalpflege ist inzwischen ein etabliertes Veranstaltungsformat, s. www.hornemann-institut.de/german/hornemann_kolleg.php: Es sind Zusatzveranstaltungen, die von Studierenden der Hildesheimer Restaurierungsstudiengänge angeregt und von wiss. Mitarbeiter/innen beraten werden. Sie haben pro Semester immer ein Thema und Motto.

Im Rahmen des Hornemann Kollegs 6 „Kunststoff konservieren“ ging es im Sommersemester vor allem um die Entwicklung von Kunststoffen, die Eigenschaften und Alterungsbeständigkeit einiger Materialien sowie ihre künstlerische Verwendung. Im Focus standen die Fragestellungen, die sich bei der Konservierung von Kunststoff-Objekten ergeben, sowie die Schutzmaßnahmen, die im Rahmen von Ausstelllungen und Transporten nötig sind:

20.4.2015: Christina Duhme M.A.
Plastik - ein Stoff macht Kunst. Frühe Kunststoffe und Aspekte zu ihrer Erhaltung

18.5.2015: Kirsten Schwabe M.A.
Hilfe für moderne Kunst! Konservierung von Objekten des 20. und 21. Jahrhunderts

15.6.2015: Dipl.- Rest. Eva Rieß
Von Nutella bis Weich PVC. Zur Restaurierung zeitgenössischer Kunst

Das Hornemann Kolleg 7 thematisierte unter dem Motto „Hinter den Kulissen“ im Wintersemester 2015/16 die restauratorischen Arbeiten in Museen und Ausstellungen: Was konkret leisten Restauratoren, was konkret machen sie „hinter den Kulissen“? Drei thematisch sehr unterschiedliche Vorträge erläuterten das Thema schlaglichtartig aus den unterschiedlichen Blickwinkeln einer freiberuflichen Restauratorin und von in Museen fest angestellten Restauratorinnen.

7.10.2015, Sabine Heitmeyer-Löns, Havixbeck:
Vor der Neu-Eröffnung. Die Restaurierung der barocken Gobelins für das neue Hildesheimer Dommuseum

11.11.2015, Dipl. Rest. Iris Herpers, Hannover:
restaurieren, forschen, leiten  und …? Zur Arbeit der Restauratoren im Landesmuseum Hannover

Zum ersten Mal hatten wir ein Hornemann Kolleg Spezial: Dabei handelt es sich um eine neue Reihe, um neuesten, noch unveröffentlichten Forschungsergebnissen oder kurzfristig eingeladenen Experten eine Plattform geben zu können, die nicht an das Motto des Semesters gebunden ist.

02.12.2015, Conny Bailey, Leicester:
UNVERHOFFT KOMMT OFT: Hinrik Stavoer, Meister Wolter und das Kunstschaffen im vorreformatorischen Hildesheim

Zum Semesterende am 10.2.2016 spricht als letzte im Hornemann Kolleg 7: Silke Beiner-Büth, Hamburg, zu einem sehr aktuellen Thema: Objekte in Bewegung: die Einrichtung des neuen Zentral-Depots der Stiftung Historische Museen Hamburg
Weitere Informationen


"Forum Kunst des Mittelalters“ in Hildesheim

Schaut man auf die 1200jährige Geschichte der Stadt Hildesheim, so haben ihre Kunstschöpfungen aus dem frühen Mittelalter die größte internationale Strahlkraft entfaltet. Sie haben die Stadt und mit ihr das Land Niedersachsen unter Kunstinteressierten weltweit bekannt gemacht, wie 2013 die Ausstellung im Metropolitan Museum in New York zeigte.
Das Hornemann Institut der HAWK hat 2015 zusammen mit dem Hildesheimer Dommuseum das Stadtjubiläum zum Anlass genommen, das „Forum Kunst des Mittelalters“ 2015 nach Hildesheim einzuladen. Bei diesem Forum handelt es sich um einen internationalen Mittelalterkongress des Deutschen Vereins für Kunstwissenschaft e.V., der – jeweils in Kooperation mit örtlichen wissenschaftlichen Institutionen – alle zwei Jahre in anderen Städten stattfindet. Die Veranstaltungsreihe hat sich mit durchschnittlich mehr als 100 Vorträgen und ca. 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zum zentralen Forum für die mittelalterliche Kunstgeschichte in Deutschland entwickelt.
Vom 16. bis 19. September 2015 fand an der HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen und dem Dommuseum Hildesheim das III. Forum Kunst des Mittelalters statt. Die dritte Auflage der Konferenz in Hildesheim war inhaltlich auf die Kunst des frühen und hohen Mittelalters ausgerichtet und ermöglichte aufgrund der einmaligen Kunstschätze in Hildesheim eine wissenschaftliche Auseinandersetzung in situ. 120 Beteiligte aus 13 Ländern und rund 400 Teilnehmer/inne/n waren der Einladung nach Hildesheim gefolgt und diskutierten in 19 Sektionen angeregt nicht nur kunsthistorische, sondern auch archäologische, denkmalpflegerische und restauratorische Themen. Die insgesamt 95 Vorträge verteilten sich dabei auf verschiedenen Sektionsslots, in denen jeweils bis zu vier Sektionen gleichzeitig stattfanden.
Abgestimmt auf das 1200jährige Stadt- und Bistumsjubiläum thematisierte das Forum schwerpunktmäßig die im europäischen Maßstab herausragende Blütezeit Hildesheims von der Gründung bis etwa 1250. Einen besonderen Akzent setzt dabei die Plenarsektion, die dem 1000jährigen Jubiläum der Bernwardstür gewidmet war. Im Jahr 1015 ließ Bernward bekanntlich die Tür versetzen, so die Inschrift auf den beiden Flügeln. In der Sektion wurden unter anderem die neuesten Ergebnisse der archäologischen Domgrabungen vorgestellt: So wurde in unmittelbarer Nähe des Domwestwerks eine Gussgrube gefunden, die von ihrer Größe her möglicherweise für die Anfertigung der Türen angelegt wurde. Während dies dafür spricht, dass die Bronzetür schon von Anfang an für den Dom gedacht gewesen ist, schwankten die übrigen Redner aus verschiedenen methodischen Blickwinkeln zwischen Dom und Michaeliskirche und trugen die verschiedenen Argumente noch einmal zusammen.
Weitere Sektionen und zahlreiche Vorträge kreisten um Hildesheimer Werke und Zusammenhänge: Ausgehend von der jüngst abgeschlossenen Restaurierung des Godehardschreins aus dem 12. Jahrhundert ging es in einer Sektion um Fragen mittelalterlicher Reliquienschreine. Eine andere stellte Hildesheim um 1200 als einer Zeit europäischer Globalisierung in den Vordergrund. Hier ging es unter anderem um die technologischen Untersuchungen, die am Hildesheimer Domtaufbecken während seines Aufenthaltes im New Yorker Metropolitan Museum 2013/14 durchgeführt wurden und die zu neuen Erkenntnissen über die Herstellung und die Materialien des herausragenden Bronzeobjektes geführt haben.
Themen von Kulturtransfer und Mobilität spielten eine wichtige Rolle während der Tagung. Der Bogen wurde gespannt vom Mittelmeerraum bis nach Ostmitteleuropa, von den Karolingern bis zu den Staufern, von der Architektur bis zu sonst im Rahmen kunsthistorischer Kongresse eher wenig beachteten Themen wie Textilien, Epigraphik oder Schmuck.

Das Hornemann Institut hatte sich darüber hinaus das Ziel gesetzt, beim Kongress das Thema Erhaltung/Restaurierung von Kulturerbe zu stärken und die historisch sehr enge Verbindung von Kunstgeschichte und Restaurierung verstärkt in den Blickpunkt zu rücken: Neben der Sektion zum Godehardschrein waren es vor allem die Vorträge zur Restaurierung von hochmittelalterlicher Wandmalerei, die Interessenten bundesweit anlockte.

Während der Tagung werden die Ergebnisse mehrerer niedersächsischer Forschungsprojekte vorgestellt: In die Sektion „Reliquienschreine im 12. und 21. Jahrhundert – Herausforderung an die interdisziplinäre Forschung“ flossen beispielsweise zwei Forschungsprojekte des Dommuseums Hildesheim im Rahmen von PRO*Niedersachsen ein, die vom Godehardschrein im Hildesheimer Dom ausgingen. Zudem haben Mitglieder des vom BMBF geförderten Verbundprojekts „Innovation und Tradition. Objekte und Eliten in Hildesheim, 1130-1250“ erstmals ihre Forschungsansätze einem breiteren Publikum vorgestellt, unter anderem in der Sektion „Um 1200. Die Rolle Hildesheims in einer Zeit ‚europäischer Globalisierung‘“. Auf den Exkursionen haben auch Nachwuchswissenschaftler/innen der HAWK von ihren Objektstudien berichten.

Aufgrund des Vielzahl und der Unterschiedlichkeit der Beiträge wird es keine Gesamtpublikation des Kongresses geben. Allerdings planen Sektionsleiter und Referenten, das Vorgetragene eigenständig in Sammelbänden und Aufsätzen zu publizieren.

Zudem wurden die Abstracts aller Vorträge gesammelt und auf der Homepage des Hornemann Instituts auf Dauer der breiten Öffentlichkeit und dem Fachpublikum zugänglich gemacht. Das gedruckte Abstract-Booklet der Tagung kann ebenfalls kostenlos eingesehen werden.
Ein Video-Clip der HAWK fasst die Impressionen zusammen.

Mit dem III. Forum Kunst des Mittelalters an der HAWK hat erstmals eine Niedersächsische Fachhochschule eine große kunsthistorische Fachkonferenz ausgerichtet. Die enge Zusammenarbeit und Verknüpfung mit starken regionalen Partnern vor Ort (Dommuseum Hildesheim, Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim, Projektbüro 1200 Jahre Hildesheim, Kirchengemeinde St. Michaelis Hildesheim etc.) war dabei ein wesentlicher Erfolgsgarant der Tagung. Nur durch die breite Verankerung der HAWK und insbesondere des Hornemann Instituts als Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Forschung und fachkundiger Praxis konnte das ambitionierte Tagungsprogramm mit seinen verschiedenen Tagungsorten so umgesetzt werden.
 

Sonstiges

Hildesheimer Kulturspitzen leben weiter

Inzwischen haben die Hildesheimer Kulturspitzen ihr Profil gefunden: Vereint sind hier Institutionen, die als Kern ihrer Aufgabe die ihnen anvertrauten Kulturobjekte wissenschaftlich erforschen, erhalten (u.a. mit der HAWK) und ihre Ergebnisse vielfältig nach außen kommunizieren, letztlich eine Gruppe, die sich über Inhalte definiert, und die die Treffen ganz wesentlich dazu nutzen, sich über die eigene Arbeit auszutauschen. Für 2016 plant man eine gemeinsame Vortragsreihe, um auch für Außenstehende wahrnehmbar zu werden.

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