Konsolidieren & Kommunizieren

Materialien und Methoden zur Konsolidierung von Kunst- und Kulturgut im interdisziplinären Dialog

Internationale Tagung der HAWK Hochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen

Zeit: 25. - 27. Januar 2018
Ort: Dommuseum Hildesheim, Domhof 18-21, 31134 Hildesheim
Konferenzsprache: Deutsch und Englisch
Anmeldeschluss: 03.01.2018

Tagungsprogramm (pdf, 0,77 MB)

Praktische Informationen

Abstracts

Anmeldung

Anlässlich seines 30-jährigen Bestehens im Wintersemester 2017/18 veranstalten die Hildesheimer Restaurierungsstudiengänge Ende Januar 2018 eine internationale Tagung im Dommuseum Hildesheim.

Ausgewählt wurde zu diesem besonderen Anlass das praxisbezogene Thema der Konsolidierung, also der Sicherung von gealterten, geschwächten Materialstrukturen mit angepassten Mitteln und Methoden. Es ist eine zentrale Aufgabe der Konservierung und Restaurierung, auf der alle weiteren Erhaltungsmaßnahmen aufbauen.
Neuartig am Tagungsthema der HAWK ist, dass man sich nicht - wie sonst üblich - auf die Konsolidierung eines Materialbereichs konzentriert, sondern ausdrücklich die Kommunikation, also den Austausch zwischen den verschiedenen Materialbereichen, verstärken will. So wird die Hauptfrage der Tagung sein, welche Konsolidierungsmittel in welcher Applikationsart auch für Objekte aus anderen Materialien verwendet werden können.

Die Tagung im Einzelnen
Es werden Referenten aus Ägypten, Deutschland, England, Italien, Litauen, Malta, Österreich, Schweiz und Tschechien sprechen. Als inhaltliche Grundlage des Tagungsthemas wird Velson Horie (Manchester) in einer Keynote Lecture den Begriff „Konsolidieren“ und die Problematik seiner Anwendung im Bereich der Erhaltung von Kulturgut erläutern.
In den beiden kommunikativen Mittagspausen werden Gesprächskreise zu bestimmten Konsolidierungsmitteln angeboten.
In der Poster-Sektion (pdf, 65 KB) werden Kolleg/inn/en aus Ägypten, Deutschland, Litauen, der Schweiz und den USA ihre Ergebnisse vorstellen. Alle Poster werden in einer eigenen Präsentation vorgestellt, bei der die Autor/inn/en mit den Tagungsteilnehmer/inne/n über ihre Ergebnisse diskutieren können.

Im öffentliche Abendvortrag am Donnerstag, den 25. Januar präsentiert Christian Eckmann zusammen mit Katja Broschat vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz die Verklebung des Bartes an der Totenmaske Tutenchamnus. Im August 2014 hatte der sich aufgrund eines Missgeschicks gelöst und war – gefolgt von einem weltweiten Medienecho – unsachgemäß wieder angebracht worden. Im Mittelpunkt des Vortrags steht – neben der interessanten Auffindungsgeschichte der Maske – die Wiederanbringung des Bartes. Darüber hinaus werden die Ergebnisse der naturwissenschaftlichen Untersuchungen erläutert und über neue Erkenntnisse zur Herstellungstechnik der Totenmaske berichtet.

Nachhaltigkeit
Ein Tagungsband wird die neuen Erkenntnisse langfristig der (Fach-)Öffentlichkeit erhalten und den wissenschaftlichen Austausch nachhaltig sichern. Angesichts des Jubiläums soll diese Tagungsberichterstattung zunächst als Pre-Print erscheinen und dann nach einigen Monaten über Open Access als kostenfreie Internetpublikation.

 

Gefördert aus Mitteln des Niedersächsischen Vorab.

Seitenansicht der Maske, Foto: Christian Eckmann (Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz)