Projektdokumentation

Schoelkopf, Petra:

Modellhafte Umsetzung eines nachhaltigen Pflegemanagements zur Reduzierung von anthropogen verursachten Verlusten der Biodiversität und der kulturellen Ökosystemfunktion national bedeutender Gartenanlagen

01.07.2008 bis 31.12.2009

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Gärten haben einen erheblichen ökologischen und kulturellen Wert, sie fördern die regionale Identität und avancieren aufgrund der steigenden, touristischen Nachfrage zum Wirtschaftsfaktor. Trotz dieser wichtigen Effekte für die umliegenden Regionen lässt sich seit geraumer Zeit ein erheblicher, substanzieller Wertverlust in den Gärten und Parks durch mangelnde Pflege feststellen. Noch unklar ist zu dem, in wieweit der anthropogen verursachte Klimawandel ebenfalls zu Verlusten der Biodiversität und der kulturellen Bedeutung der national bedeutenden Gärten führt. Gemeinsam mit Projektpartnern und Experten widmete sich das Gartennetz Deutschland e. V. dieser zur Zeit dringendsten Fragestellung im gartenkulturellen Bereich.
Mit dem Modellprojekt zum Pflegemanagement für national bedeutende Gartenanlagen hat das Gartennetz Deutschland e.V. ein Projekt konzipiert, das in Kooperation mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz umgesetzt wurde.
Aus der Analyse zum Stand des Wissens wurden Ziele und Maßnahmen definiert. Auf der Agenda standen u. a. die Erarbeitung von Pflegekonzepten und Umsetzung von Pflegemaßnahmen unter Einbindung des bürgerschaftlichen Engagements für die Modellparks Am Kleinen Wannsee in Berlin, Gutspark Eckerde in Niedersachsen, Kloster Drübeck in Sachsen-Anhalt sowie den Barockgarten Neschwitz und die Außenanlagen des Klosters St. Marienthal in Sachsen. Zu dem wurde die Gründung der Deutschen Stiftung Gartenkultur zur Förderung einer qualifizierten Pflege vorbereitet.
Die zur Umsetzung angewandten Methoden werden in diesem Bericht reflektiert und eine Diskussion zu den erreichten Ergebnissen geführt. Lediglich im Bereich Klimawandel und dessen Auswirkung auf national bedeutende Gartenanlagen konnte nur der Stand der Wahrnehmung dieses Themas bei den Akteuren dokumentiert werden. Relevante Erkenntnisse oder die Problembereitschaft liegen in Deutschland noch nicht vor. Vielmehr messen viele Akteure den Aspekten der Wiederherstellung und der allgemeinen Substanzsicherung mehr Bedeutung zu. Diese Fragestellung ist zukünftig weiterzubearbeiten und mit wissenschaftlicher Forschung zu untersetzen. Im Bereich Pflegemanagement konnte eine konsensfähige Mustergliederung für Pflegekonzepte erarbeitet werden, die zukünftig allen Planern zur Verfügung stehen wird. Hin-sichtlich der Gewährleistung einer qualifizierten Pflege wurde die Sensibilisierung und Vernet-zung der relevanten Akteure erreicht.
Die Ergebnisse des Modellprojektes wurden im Rahmen einer abschließenden Tagung in einem breiten fachlichen Kontext zur Diskussion gestellt und einem Tagungsband veröffentlicht. Zu dem wurde begleitend zum Projekt eine intensive Öffentlichkeitsarbeit betrieben.
Erste bereits projektierte oder in der Umsetzung befindliche Vorhaben sichern eine nachhaltige Fortführung und die Vermittlung der Erkenntnisse. Darüber hinaus weist dieser Projektbericht weitere Ansätze für Forschung und Entwicklung im Bereich Pflegemanagement aus.

Gefördert durch die DBU



Dieses Projekt wurde gefördert durch
die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
AZ 25467/01

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