Hochschularbeit

Jessica Löwe: Archäologisches Feuchtleder Komplexbildner zur Behandlung von Ab- und Einlagerungen aus Eisenverbindungen Zurück
Sprache: Original   -   Übersetzung
Seitenübersicht:  
 
Zusammenfassung: Diese Arbeit hat zum Ziel,neben der Restaurierung und Konservierung dreier mittelalterlicher Lederschuhfunde aus Eberswalde in Brandenburg, Wirkung und Effektivität von drei verschiedenen chemischen Komplex- und Chelatbildnern wie EDTA, Citronensäure Oxalsäure und deren Salze, auf Ab- und Einlagerungen aus Eisenverbindungen zu testen. An vergleichbaren Lederproben werden Parameter, wie pH-Wert und Zusatz von Ascorbinsäure als Reduktionsmittel untersucht. Anschließend werden Veränderungen der Gehalte an Eisen,sowie der Zustand des Leders dokumentiert und ausgewertet. Als Analysenverfahren dienen hierbei u.a. Spektralphotometrie, Farbmessung und Infrarotspektroskopie. Abschließend wird aus den Ergebnissen eine Behandlungsmethode für das vorliegende Leder vorgeschlagen und angewendet.

Top

Schlagworte: Schuhfunde, Leder, Eisen, Komplex- und Chelatbildner, EDTA, Citronensäure, Oxalsäure, Ascorbinsäure, Gerbstoffe, Spektralphotometrie, Farbmessung, Infrarotspektroskopie
Inhalt: Zusammenfassung/Abstract 3
Vorwort / Danksagung 4

1. Einleitung 8
1.1 Problematik 8
1.2 Konzept und Zielsetzung der Arbeit 10

2. Literaturübersicht 12

3. Die Diplomobjekte 14
3.1 Objekdaten und Terminologie 14
3.2 Objektbeschreibung 18
3.3 Typologisch-archäologische Einordnung der
Objekte 20
3.4 Fundsituation und Fundplatz 22
3.5 Datierung über Dendrochronologie der
Bauhölzer 23

4. Material und Herstellung der Schuhe 25
4.1 Das vorliegende Leder, Tierarten und
Ledersorten 25
4.2 Die Gerbungsarten für mittelalterliches
Leder 26
4.2.1 Einteilung 26
4.2.2 Die Lohgerberei 27
4.3 Die Gerbmittel und ihre Gerbstoffe 28
4.3.1 Ausgangsmaterial 28
4.3.2 Unterteilung pflanzlicher Gerbstoffe 29
4.3.3 Eigenschaften und chemisches Verhalten der
vegetabilen Gerbstoffen 31
4.3.4 Einschränkungen bei Nachweisen 33
4.4 Lederzuschnitt und Verbindungstechniken 34
4.4.1 Werkzeuge 34
4.4.2 Nähmaterialien und Nähtechnik 35

5. Objektzustand 38
5.1 Zustandskartierung 38
5.2 Physikalische Veränderungen und
Schäden 38
5.2.1 Vollständigkeit, Fehlstellen und Risse 39
5.2.2 Narbenbilder, Narbenbrüche und
Narbentrennung 39
5.2.3 Faserverband und Faserzustand 39
5.2.4 Schrumpfungstemperatur 39
5.3 Ein-und Ablagerungen aus
Eisenverbindungen 41
5.4 Weitere organische und mineralische
Substanzen 42
5.5 Erhaltene Gerbstoffe im archäologischen
Leder 43

6. Zustandsursachen 46
6.1 Abbau und Umwandlungen von Leder- und
Eisenobjekten während der Bodenlagerung 46
6.1.1 Bodeneigenschaften 47
6.1.2 Böden archäologischer Fundstellen 48
6.2 Eisenverbindungen, Ursprünge und
Umwandlung 50
6.2.1 Geologischer Ursprung 51
6.2.2 Ursprung aus der Korrosion von
Eisengegenständen 51
6.2.3 Die Eisenoxide 53
6.2.4 Weitere Eisenverbindungen 55
6.2.5 Der Weg der Eisenoxide in das Leder 56
6.3 Die katalytische Wirkung des Eisens auf
den Lederabbau 58
6.4 Wirkung von Wasser auf Kollagen und
Hydrolyse 61
6.5 Mikrobieller Angriff des Leders 64

7. Restaurierungs- und Konservierungskonzept 65
7.1 Grundsätze 65
7.2 Abwägung und Auswahl möglicher
Maßnahmen 66
7.2.1 Reinigung 67
7.2.2 Möglichkeiten der Entfernung von
Eisenverbindungen durch Komplexbildner 68
7.2.3 Konservierung und Konsolidierung 70
7.2.4 Restaurierung - Rückformung und Fügung der
Schuhe 72
7.2.5 Maßnahmen zur optimalen Aufbewahrung und
Ausstellung 74

8. Chemie der Komplexverbindungen - Überblick 75
8.1 Komplexaufbau und Bindungen 75
8.2 Der Chelatkomplex 77

9. Übersicht zu Eigenschaften und Verwendung
von Komplexbildnern in der Restaurierung 79
9.1 EDTA Ethylendiamintetraessigsäure und das
Dinatriumsalz 79
9.1.1 Eigenschaften 81
9.1.2 Die Komplexbildung mit Eisenionen und der
optimale pH-Wert 82
9.1.3 Zur Anwendung von Na2-EDTA in der
Restaurierung 83
9.2 Citronensäure und die Citrate 84
9.2.1 Eigenschaften 85
9.2.2 Die Komplexbildung mit Eisenionen und der
optimale pH-Wert 86
9.2.3 Zur Anwendung von Citronensäure und Citraten
in der Restaurierung 87
9.3 Oxalsäure und die Oxalate 87
9.3.1 Eigenschaften 88
9.3.2 Die Komplexbildung mit Eisenionen und der
optimale pH-Wert 88
9.3.3 Zur Anwendung von Oxalsäure und Oxalaten in
der Restaurierung 89

10. Was bei praktischer Anwendung von
Komplexbildnern zu beachten ist 89
10.1 Die pH-Werte und die Einstellung mit
Puffersystemen 90
10.2 Einfluß der Reduktion/Oxidation von
Eisenionen 91
10.3 Die Temperatur der Behandlungsbäder 92
10.4 Der gegenseitige Einfluß von PEG 400
und Komplexbildung 92

11. Probereihen und Untersuchungen 93
11.1 Ziel der Probereihen 93
11.2 Das Probenmaterial und Chemikalien 94
11.3 Die Untersuchungsmethoden 95
11.4 Experimentelle Durchführung der
Probereihen 97
11.4.1 Probereihe I 97
11.4.2 Probereihe II 102
11.4.3 Ergebnisse der Untersuchungen der
Objektmaterialien 104

12. Ergebnisse und Diskussion der Probereihen 107
12.1 Vergleich der komplexierten Eisenmengen 108
12.2 Vergleich des Zustandes des behandelten
Leders 112
12.3 Fehlerdiskussion 118
12.4 Zusammenfassung 118

13. Restaurierung und Konservierung der
Diplomobjekte 119
13.1 Schlussfolgerung zur Auswahl der
geeignetsten Behandlungssmethode 119
13.2 Abweichende Durchführung bei Umsetzung des
Konzepts 119
13.3 Restaurierungsablauf, durchgeführte
Maßnahmen 120

14. Auswertung und Zusammenfassung
nach Konservierung und Restaurierung der
Diplomobjekte 127
14.1 Ergebnisse der Konservierung und
Restaurierung 127
14.2 Weitere Untersuchungen der
Objektmaterialien 128
14.3 Neue Erkenntnisse 129
14.4 Zusammenfassung und Ausblick 130

Literaturverzeichnis 135

Top

weitere Angaben:
  • Hochschule:  Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
  • Art der Arbeit:  Diplomarbeit
  • Erstprüfer:  Prof. Dr. Christian Stadelmann
  • Zweitprüfer:  Dipl.-Rest Stephan Brather
  • Abgabedatum:  2005
  • Sprache:  Deutsch
  • Seitenzahl:  145
  • Abbildungen:  51
 
Kontakt:
 
Jessica Löwe
Jessica.Loewe_Restaurierung@[Diesen Teil loeschen]web.de

Zurück

Das Hornemann Institut verfügt ausschließlich über die hier angezeigten Informationen. Für weitere Informationen oder Kopien der Hochschularbeit wenden Sie sich bitte an den Autor/die Autorin - oder wenn kein Kontakt angegeben ist - an die Sekretariate der jeweiligen Fakultäten.