Hochschularbeit

Katrin Müller: Untersuchung und Musterapplikation von Injektionsmassen auf Kieselsol- und Kieselsäureester-Basis zur Wiederanbindung von Schalen an den Apsara Reliefs des Tempels Angkor Wat in Kambodscha Zurück
Seitenübersicht:  
 
Zusammenfassung: Am Tempel Angkor Wat stellt die massive Schalenbildung eine der größten Bedrohungen für den Erhalt der Apsara Reliefs dar. Die Verwitterung des Sandsteines im tropischen Klima ist bereits weit fortgeschritten und weiterhin aktiv. Der große Bestand und der bedrohliche Erhaltungszustand der Apsara Reliefs erfordern ein ständiges Ineinandergreifen von Forschung und praktischer Konservierungsarbeit. Da die Erhaltung des noch vorhandenen Bestandes an Apsara Darstellungen ein vorrangiges Anliegen des German Apsara Conservation Project ist, beschäftigt sich diese Arbeit hauptsächlich mit dem Problem der dicken, einfachen Schalen mit originaler Oberfläche. Zur Konservierung der Reliefs ist es neben Notsicherungsmaßnahmen unerlässlich, ein geeignetes Konzept zur dauerhaften Wiederanbindung der Schalen an den Untergrund zu entwickeln.
Mit diesem Thema beschäftigten sich in jüngster Zeit viele Forschungsarbeiten. Auch die Verwitterungsmechanismen, die zur Schalenbildung führen, wurden bereits eingehend untersucht. Mehrere Ansätze zur individuellen Konzeption und Applikation von geeigneten Hinterfüllmassen für Schalen auf Kieselsol und KSE-Basis wurden bereits in der Praxis erfolgreich verwirklicht.
Noch ist die Sandsteinverwitterung im tropischen Klima nicht eingehend erforscht. Es existieren wenig Erfahrungswerte zum Einsatz einzelner Restaurierungsmaterialien in den Tropen. Deshalb erscheint es sinnvoll, für die Verpressung von Schalen an den Apsara Reliefs auf ein hierzulande schon erfolgreich eingesetztes Konservierungsmodell zurückzugreifen. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es nicht, gänzlich neue Methoden und Materialien zur Schalenhinterfüllung zu konzipieren. Im Rahmen dieser Arbeit werden schon in der Literatur vorgestellte Kieselsol- oder KSE-gebundene Injektions-massen gezielt für die speziellen Anforderungen der Apsara Reliefs am Angkor Wat entwickelt. Die naturwissenschaftliche Rahmenuntersuchung an den Reliefs und die Applikation der Hinterfüllmassen wurde im Rahmen von zwei Studienaufenthalten 1998 und 1999 in Angkor Wat durchgeführt.

Top

Schlagworte: Angkor Wat, Kambodscha, Kieselsol, Kieselsäureester, German Apsara Conservation Project
weitere Angaben:
  • Hochschule:  TH Köln
  • Art der Arbeit:  Diplomarbeit
  • Erstprüfer:  Prof. Dr. Hans Leisen
  • Zweitprüfer:  Dr. Ludwig Sattler
  • Abgabedatum:  2000
  • Sprache:  Deutsch
Zurück

Das Hornemann Institut verfügt ausschließlich über die hier angezeigten Informationen. Für weitere Informationen oder Kopien der Hochschularbeit wenden Sie sich bitte an den Autor/die Autorin - oder wenn kein Kontakt angegeben ist - an die Sekretariate der jeweiligen Fakultäten.