Hochschularbeit

Yvonne Gees: Gefasstes Gehäuse einer Stühlchenuhr (Stoelklok) aus dem Focke-Museum in Bremen, Inv.-Nr. 523. Technologische Untersuchung und Erstellung eines Behandlungskonzeptes. Technologischer Vergleich mit der Stühlchenuhr Inv.-Nr. 77.438. Zurück
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Zusammenfassung: Stühlchenuhren wurden v.a. in der holländischen Provinz Friesland in der Zeit von etwa 1680 bis 1825 hergestellt. Über die Jahre hat sich das äußere Erscheinungsbild, sowie die Uhrwerktechnik dieses Uhrentypus kaum verändert.
Die holländischen Stühlchenuhren wurden in einer Art früher Massenfabrikation angefertigt. Bei besonders qualitätvollen Einzelstücken handelt es sich um gut bezahlte Spezialaufträge.
Die Wandkonsole einer Stühlchenuhr besteht aus Holz, der Uhrenkasten aus einem Metall. Charakteristische, durchbrochene Bleiguss-Applikationen zieren das Gehäuse.
Wandkonsole, Uhrenkasten und Applikationen sind üblicherweise polychrom gefasst.
Der Uhrenkasten ruht auf vier hölzernen, gedrechselten Füßen, die wiederum auf der Holzkonsole stehen.

Die in dieser Diplomarbeit untersuchte Uhr Inv.Nr.523 aus dem Focke Museum Bremen ist in der Vergangenheit mehrfach überarbeitet worden. Einige der Bleiguss-Applikationen, sowie auch andere Einzelteile fehlen. Die Uhr wurde insgesamt dreimal gefasst. V.a. die Fassung des Holzes befindet sich in einem desolaten Zustand.
Durch einen Vergleich mit anderen Stühlchenuhren, sowie speziell mit der Stühlchenuhr Inv.Nr.77.438 kann eine Vorstellung davon erlangt werden, wie die aufgrund ihres fragmentarischen Erhaltungszustandes nicht mehr rekonstruierbare originale Fassung der Uhr Inv.Nr.523, sowie die fehlenden Teile einmal ausgesehen haben könnten.

Ein Aspekt, der in der Forschung weiter verfolgt werden sollte, ist die Frage nach der Verwendung von Musterbüchern und in Massenfabrikation erstellten Bausätzen (v.a. für die Uhrenkästen) bei der Produktion von Stühlchenuhren.

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Schlagworte: Stühlchenuhr, Stoelklok, Holland, Friesland, Bleiguss
weitere Angaben:
  • Hochschule:  HAWK Hildesheim/ Holzminden/ Göttingen
  • Art der Arbeit:  Diplomarbeit
  • Erstprüfer:  Prof. Jirina Lehmann
  • Zweitprüfer:  Prof. Dr. Gerdi Maierbacher-Legl
  • Abgabedatum:  2002
  • Sprache:  Deutsch
  • Seitenzahl:  184
  • Abbildungen:  154
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