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Deutsches Museum München:

Tonbänder aus dem Nachlass von Oskar Sala

2010

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Zugehörige Website
Veranstaltung/Präsentation
Beteiligte

Tonband mit unterschiedlichen Produktionen, wechselnden Bandsorten, Wellungen und Zeitmarke aus Kunststoff vor der Bearbeitung
Tonband mit unterschiedlichen Produktionen, wechselnden Bandsorten, Wellungen und Zeitmarke aus Kunststoff vor der Bearbeitung
Das Deutsche Museum in München gehört zu den weltweit führenden Museen für die Geschichte der Technik- und der Naturwissenschaften. Ein Schwerpunkt der Forschungs- und Sammlungstätigkeit des Hauses liegt auf der elektronischen Musik. In den letzten Jahren übernahm das Deutsche Museum den Nachlass von Oskar Sala (1910-2002). Der Musiker, Komponist und Naturwissenschaftler war einer der Pioniere und bedeutendsten Protagonisten der elektroakustischen Musik. Er schuf Klänge für zahlreiche Filme, Theater, Rundfunk und Werbung, so das Schrecken erregende Vogelgeschrei in Alfred Hitchcocks Film "The Birds". Im Nachlass befinden sich 1.900 Tonbänder. Da Sala seine Kompositionen nur selten notiert hat, stellen sie in vielen Fällen die einzige Überlieferung seines Werkes dar. Durch jahrzehntelange unsachgemäße Lagerung im Berliner Studio Salas und Alterungsprozesse der Trägerschicht ist ihr Erhalt akut gefährdet. Im KUR-Projekt werden die originalen Bänder konserviert und der Großteil durch eine hochwertige 1:1-Überspielung digital gesichert, eine Maßnahme, ohne die diese Quellen für die künftige Erforschung und Auswertung verloren wären. Eine umfangreiche Dokumentation erschließt zudem die Inhalte: Ein Band enthält häufig Kompositionen, Vorstufen und Studien zu mehreren Produktionen. Im Blickpunkt steht auch die Entwicklung neuartiger Modelle zur Sicherung, Dokumentation und Digitalisierung von Bandaufnahmen. Ergebnisse des Projekts fließen in die Ausstellungen des Deutschen Museums ein. Eine eigene Webseite (www.oskar-sala.de) gibt Einblicke in Leben, Werk und Nachlass Oskar Salas. Hier werden künftig auch Digitalisate der Tonträger für Forschung und Öffentlichkeit zugänglich gemacht.


Projektträger: Deutsches Museum München
Kooperationspartner:
Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien;
Technisches Museum Wien;
Staatliches Institut für Musikforschung, Stiftung Preußischer Kulturbesitz;
University of Bath – National Cataloguing Unit for the Archives of Contemporary Scientists;
Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für Musikwissenschaft

 
Veranstaltung/Präsentation

In aller Öffentlichkeit. Konservierung und Restaurierung wirkungsvoll vermitteln.
Symposium im Rahmen des KUR–Programms zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut am 13./14. Oktober 2010 in Halle an der Saale

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Zugehörige Website

http://www.kulturstiftung-des-bundes.de/cms/de/programme/restaurierung/archiv/kur_symposium.html

Beteiligte

  • Deutsches Museum München (Autor)
    (Projektträger)
  • KUR – Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut
    Kulturstiftung des Bundes
    Homepage: www.kulturstiftung-bund.de/kur
  • Staatliches Institut für Musikforschung
    Stiftung Preußischer Kulturbesitz
  • Österreichischen Akademie der WissenschaftenPhonogrammarchiv
  • Technisches Museum Wien
  • University of BathNational Cataloguing Unit for the Archives of Contemporary Scientists
  • Ludwig-Maximilians-Universität MünchenInstitut für Musikwissenschaft