Projektdokumentation

Wenzel, Kai:

KUR-Projekt: In uno museum – Kunst und Wissenschaft in Görlitz um 1800
(In Uno Museum – Science and art in Görlitz)

01.01.2008 bis 31.12.2011

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Inhalt
Beteiligte

Historischer Sitzungssaal der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften mit originalem Mobiliar, Zustand nach Restaurierung
Historischer Sitzungssaal der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften mit originalem Mobiliar, Zustand nach Restaurierung
Im Jahr 1779 wurde in Görlitz die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften (OLGdW) gegründet. Mit schnell wachsender Mitgliederzahl entwickelte sie sich zu einer lokalen Akademie, die überregional gut vernetzt war.Über mehr als anderthalb Jahrhunderte hinweg trug die OLGdW umfangreiche Sammlungen zusammen, die sich zu großen Teile bis heute erhalten haben. Mit enzyklopädischem Anspruch vereinen sie Objekte der verschiedensten Wissenschaftszweige.
Wichtige Förderer der Gesellschaft waren die beiden Mitbegründer Karl Gottlob Anton (1751-1819) und Adolf Traugott von Gersdorf (1744-1807). In gleichlautenden Testamenten stifteten sie der OLGdW ihre mehrere 30 tausend Objekte umfassenden wissenschaftlichen Privatsammlungen und -bibliotheken. Seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die Kollektionen in verschiedene Kabinette untergliedert. Sie tragen bis heute ihre historischen Bezeichnungen: Physikalisches Kabinett, Graphisches Kabinett, Altertümerkabinett, Naturalienkabinett, Gesteins- und Mineraliensammlung. Den Nukleus dieser Sammlungen bildet die Bibliothek der OLGdW mit ihrem eindrucksvollen historischen Lesesaal.

Nach der Auflösung der OLGdW im Jahr 1945 gelangten die Sammlungen und das Haus Neißstraße 30 in das Eigentum der Stadt Görlitz. Heute gehören sie zum kostbarsten Besitz der kommunalen Städtischen Sammlungen für Geschichte und Kultur Görlitz und ihren beiden Institutionen, dem Kulturhistorischen Museum und der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften. Sie werden im Barockhaus Neißstraße 30, das seit 1951 als Museum genutzt wird, öffentlich ausgestellt bzw. im Fall der Buchbestände Benutzern zur Verfügung gestellt. Es ist eine Besonderheit, dass diese Sammlungen am historischen Ort – dem früheren Gesellschaftshaus – zusammen mit umfangreichem Originalmobiliar erhalten geblieben sind. Im Görlitzer Barockhaus wird dadurch das Wirken einer Gelehrtenvereinigung der Spätaufklärung auf einzigartige Weise erlebbar.
Da dringende Erhaltungsmaßnahmen über viele Jahre aufgeschoben worden waren – das Kulturhistorische Museum verfügt seit den frühen 1990er Jahren leider nicht mehr über einen hauseigenen Restaurator –, bestand vor Beginn des KUR-Projektes in den historischen Sammlungen der OLGdW ein hoher Restaurierungsbedarf. Dieser wäre durch die Stadt Görlitz allein finanziell nicht zu leisten gewesen. Die drängendsten konservatorischen Probleme wurden daher zum Kern des KUR-Projektes. Aus allen historischen Sammlungsteilen
wurden die bedeutendsten bzw. am stärksten geschädigten Objekte ausgewählt, um sie einer grundlegenden Konservierung und Restaurierung zu unterziehen. Im Folgenden werden die einzelnen Kabinette zunächst vorgestellt und dabei die spezifischen konservatorischen und restauratorischen Probleme geschildert, die sich vor Beginn des KURProjektes stellten.

 
Inhalt

Allgemeine Angaben zum Projekt
Ausgangssituation, Konzeption und Zielsetzung
Durchführung
I. Konservierung und Restaurierung
a. Physikalisches Kabinett
b. Graphisches Kabinett
c. Altertümerkabinett
d. Naturalienkabinett
e. Gesteins- und Mineraliensammlung
f. Historisches Mobiliar
II. Fotografische Dokumentation von Sammlungsgut
III. Multimediale Präsentationen
4. Ergebnisse
5. Beteiligte Kooperationspartner
6. Publikationen
7. Ausblick

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DOI (Digital Object Identifier)

10.5165/hawk-hhg/66

Beteiligte

  • Kai Wenzel (Autor)
  • Geowissenschaftl. Sammlungen der Techn. Universität Bergakademie Freiberg
  • Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden
  • Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
  • Kunsthistorisches Institut der Freien Universität Berlin
  • Landesamt für Denkmalpflege Sachsen
  • Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
  • Mathematisch-Physikalischer Salon der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
  • Schlesisches Museum zu Görlitz
  • Landesamt für Archäologie mit Landesmuseum für Vorgeschichte Dresden
  • Hochschule für Bildende Künste, Studiengang Kunsttechnologie, Konservierung und Restaurier