Hornemann Institut – Dezember 2006

Newsletter Dezember 2006

1. Resümee der ICOMOS Tagung: Weltkulturerbe Deutschland - Präventive Konservierung und Erhaltungsperspektiven, 23.-25. November 2006 in Hildesheim

2. Kurse und Workshops des Hornemann Instituts im 1. Halbjahr 2007

3. E-Publication: Neue Volltexte aktueller Abschlussarbeiten

4. Zusammenarbeit mit Abegg-Stiftung

5. Neues aus dem Fachbereich Konservierung: Vorstellung der Abschlussarbeiten

6. Dank und Wünsche!


 

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Sehr geehrte Damen und Herren,
mit unserem letzten Newsletter in diesem Jahr möchten wir Sie über unsere jüngsten Projekte und Internet-Publikationen informieren und auf einige Projekte in 2007 hinweisen:

1. Resümee der ICOMOS Tagung: Weltkulturerbe Deutschland - Präventive Konservierung und Erhaltungsperspektiven, 23.-25. November 2006 in Hildesheim

Vom 23. bis 25. November 2006 fand in Hildesheim eine internationale Tagung von ICOMOS statt, die sich mit aktuellen denkmalpflegerischen Fragestellungen der Weltkulturerbestätten in Deutschland befasste. Mehr als 200 internationale Experten und Studenten aus insgesamt acht Ländern waren hierfür zusammengekommen, unter anderem aus Italien, China und Usbekistan. Dabei war es den Veranstaltern und vielen Rednern wichtig, den Umgang mit den Welterbestätten nicht von der allgemeinen Denkmalpflege zu lösen. Vielmehr soll, so der Weltpräsident von ICOMOS Prof. Dr. Michael Petzet, das Welterbe „Lokomotive für den Denkmalschutz“ sein. Außerdem herrschte Einmütigkeit darüber, dass die gesellschaftliche Akzeptanz von großer Wichtigkeit für die Nachhaltigkeit von Erhaltungs- und Pflegemaßnahmen sei.
Der einführende Vortrag von Birgitta Ringbeck befasste sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen für die sachgerechte Erhaltung von Weltkulturerbestätten in Deutschland, ein gerade seit den divergierenden juristischen Gutachten im Zuge des Streits über den Bau der Waldschlösschenbrücke im Dresdner Elbtal sehr aktuelles Thema.
Andere Vorträge zeigten die Vielfalt der deutschen Weltkulturerbestätten und deren spezifisch denkmalpflegerische und restauratorische Problemstellungen. Das Spektrum der Stätten reichte vom Kölner Dom und der Wieskirche bis zur Würzburger Residenz, von der Völklinger Hütte bis zur Berliner Museumsinsel, von historischen Gartenanlagen bis zu den alten Hansestädten Lübeck, Stralsund und Wismar sowie der Altstadt von Goslar. Die Palette der angesprochenen Probleme reichte von einer generellen Akzeptanz als Denkmal (Gärten und Industriedenkmäler), über kontinuierliche Bauunterhaltung mit Dokumentation (Kölner Dom), Einrichtung eines Museums in einem Denkmal (Burg Trausnitz) bis hin zur „vernünftigen Prozessmoderation“ mit europäischer Dimension (Berlin Museumsinsel) oder Erhaltung von Wandmalereien durch Klimaregulierung (Wieskirche, Lübeck).

Viele Tagungsbeiträge finden Sie als Abstracts oder als Volltexte unter
http://www.hornemann-institut.de/german/epubl_tagungen10.php.

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2. Online-Kurse des Hornemann Instituts 2007

Internetkurs Schädigung von Kulturgut durch Salze (Teil 1 und 2)
Termine: 29. Januar bis 22. April 2007, 03. September bis 25. November 2007
Autor u. Tutor: Mineraloge Dr. Hans-Jürgen Schwarz
Kursgebühr: je 98,00 €, zusammen 149,00 € (Studierende erhalten 20% Rabatt)

Internetkurs Mikrobieller Befall von Kunst und Kulturgut
Termin: 01. Oktober bis 25. November 2007
Autorinnen: Dipl.-Rest Barbara Hentschel (u. Tutorin) und Prof. Dr. Karin Petersen.
Kursgebühr: je 98,00 € (Studierende erhalten 20% Rabatt)

Ansprechpartnerin für alle Angebote ist Frau Hentschel (hentschel@hornemann-institut.de). Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf unserer Website unter http://www.hornemann-institut.de/german/fortbildung.php

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3. E-Publication: Neue Volltexte aktueller Abschlussarbeiten

Ulrich Weilhammer: Der Einfluss von Kunstharzüberzügen auf Naturharzfirnisse.
In seiner Diplomarbeit (Hochschule der Künste Bern) beschäftigte sich der Autor mit den Folgen der gängigen Praxis, Naturharzfirnisse auf Gemälden mit Kunstharzen zu überziehen, um deren Gilbungsneigung zu verringern. Im Zuge der vorliegenden Arbeit wurden Naturharzfirnisse mit Filmen synthetischer Harze überzogen und unter verschiedenen Bedingungen natürlich und künstlich gealtert. Anschließende Untersuchungen konnten Unterschiede im Gilbungsverhalten respektive in der Degradation der Naturharze belegen, wodurch Rückschlüsse auf die Funktion und den Einfluss von Kunstharzüberzügen auf die Alterungsprozesse von Naturharzfirnissen ermöglicht werden.
(http://www.hornemann-institut.de/german/epubl_hochschularbeiten885.php)

Carla Leupold: Rosafarbene Bakterien auf Wandflächen - Untersuchungen zu den Wachstumsbedingungen.
Die Autorin beschäftigte sich in ihrer Diplomarbeit (HAWK FH Hildesheim/Holzminden/Göttingen) mit mikrobiell induzierten rosafarbenen Verfärbungen auf Wandflächen und den in diesem Zusammenhang maßgeblichen materiellen und klimatischen Parametern.
Um Aspekte der grundlegenden Wachstumsbedingungen zu klären, wurden umfangreiche Labor- und Objektuntersuchungen durchgeführt und ausgewertet. U. a. konnten Erkenntnisse durch den Vergleich der klimatischen Bedingungen, der Salzbelastung und den Materialien von Architekturoberflächen an zwölf betroffenen Objekten erlangt werden.
(http://www.hornemann-institut.de/german/epubl_hochschularbeiten902.php)

Stephanie Silligmann: Oberflächenbehandlungen für Marmor zum Schutz vor Witterungseinflüssen und mikrobieller Besiedlung
Für ihre Diplomarbeit (HAWK FH Hildesheim/Holzminden/Göttingen) führte die Autorin umfangreiche Versuchsreihen zur Ermittlung der Möglichkeiten einer Oberflächenbehandlung zum Verwitterungsschutz von Marmor im Außenbereich durch. In die Untersuchungen wurde neben einer künstlich hergestellten Calciumoxalatpatina die Möglichkeit der chemischen Umwandlung der Marmoroberfläche mittels Ammoniumoxalat mit einbezogen. Ebenfalls getestet wurden verschiedene filmbildende Beschichtungsmaterialien, wie mikrokristallines Wachs, Produkte der Nanotechnologie und einen Photokatalysator zur Erzeugung selbst reinigender Oberflächen. Neben Carrara Marmor erfolgten Versuchsreihen auf Thüster Kalkstein oder Glas.
(http://www.hornemann-institut.de/german/epubl_hochschularbeiten913.php)

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4. Zusammenarbeit mit Abegg-Stiftung

Das Hornemann Institut freut sich über die neue Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Abegg-Stiftung in Riggisberg. Ab sofort können Abstracts und weitere Informationen von neuen Abschlussarbeiten des Studiengangs Textilkonservierung/-restaurierung auf der Instituts-Website unter „E-Publications“ recherchiert werden.

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5. Neues aus dem Fachbereich Konservierung: Vorstellung der Abschlussarbeiten

Der Fachbereich Konservierung und Restaurierung lädt zur Präsentation der Abschlussarbeiten des Sommersemesters 2006 und des Wintersemesters 2006/07 ein.
Am Freitag, den 2.2.2007, stellen DiplomandInnen der Studienrichtungen Buch und Papier, Möbel und Holzobjekte mit veredelter Oberfläche, Steinobjekte sowie Wandmalerei/Architekturoberfläche ihre Arbeiten vor.
Erstmalig werden hervorragende Abschlussarbeiten des Fachbereichs mit dem "Hildesheimer Lions-Preis" ausgezeichnet. Die Preise werden vom Präsidenten des Lions Club Hildesheim, Hans-Christian Kluttig, im Anschluss an die Vorträge verliehen.
Nach der Vorstellung der Diplomarbeiten der Studienrichtung Gefasste Holzobjekte und Gemälde am Samstag, den 3.2.2007, präsentieren Absolventinnen des neuen Master-Studiengangs Konservierung und Restaurierung ihre Abschlussarbeiten. Die Veranstaltung endet mit einer feierlichen Übergabe der Zeugnisse und Urkunden an die AbsolventInnen des Wintersemesters 2006/2007.
(http://www.hornemann-institut.de/download/Programm_HAWK_Hildesheim_07.pdf)

 

6. Dank und Wünsche!

Wir danken allen Freunden und Partnern für die gute Zusammenarbeit, für die anregende Kritik und die vielen anerkennenden Worte!
Wir wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und für das neue Jahr die Kraft, eine Fülle neuer Möglichkeiten in die Tat umzusetzen!

Ihr Team vom Hornemann Institut

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