Hochschularbeit

Marie-Christine Steiner: Eine mit Khatamkari verzierte Schatulle, Iran, 19. Jahrhundert (Weltmuseum Wien): Untersuchung, Konzepterstellung und Pilotarbeit Zurück
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Zusammenfassung: Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Konservierung und Restaurierung einer mit „Khatamkari“, einem Mikromosaik, verzierten iranischen Schatulle (Aussteuertruhe) aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus dem Besitz des Weltmuseums Wien, dem ehemaligen Völkerkundemuseum. Das rechteckige Kästchen mit aufklappbarem Deckel und nach vorne zu öffnender Klappe wies im Bereich des Khatam-Mosaiks zahlreiche Schäden in Form von losen Elementen und Fehlstellen auf, die auf unterschiedliche Schadensursachen zurückzuführen waren. Eine unsachgemäß durchgeführte frühere Reparatur des Deckels hatte zu einer starken optischen Beeinträchtigung der Deckelinnenseite geführt. Durch Verschmutzungen, vor allem im äußeren Deckelbereich, waren die für das Mosaik verwendeten Materialien nicht mehr eindeutig erkennbar und optisch stark beeinträchtigt.
Im Rahmen der Diplomarbeit wurde der Herstellungsprozess des Khatam-Mosaiks beschrieben, die Materialien untersucht und anhand einer Musterachse die durchzuführenden Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten exemplarisch demonstriert. Folgende Materialien wurden identifiziert: Das Mikromosaik besteht aus Holz, Knochen und Messing sowie Glutinleim, welcher die Elemente miteinander und auf einem Papierträger fixiert. Über dem Mosaik konnten zwei differente Überzüge unterschieden werden; vermutlich Schellack sowie ein Ölharzlack. Die farbliche Gestaltung des Inneren des Kästchens war mit Auripigment und Mennige, in Gummen gebunden, ausgeführt. Innerhalb der Musterachse wurden sämtliche losen Elemente gesichert und abstehende Mosaikpartien gefestigt. Durch die wässrige Reinigung der Oberfläche und das Entfernen des bei einer früheren Reparatur aufgebrachten Glutinleims mittels Agarkompressen wurde das optische Erscheinungsbild des Kästchens verbessert. Für die großflächigen Fehlstellen im Khatam-Dekor wurde eine zeiteffiziente und ökonomische Ergänzungsmöglichkeit der aufwendigen Mikromosaiktechnik auf Basis einer fotografischen Reproduktion gefunden.

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Schlagworte: Iran, Schatulle, Khatamkari, Mikromosaik, photographische Ergänzung
weitere Angaben:
  • Hochschule:  Akademie der bildenden Künste Wien
  • Art der Arbeit:  Diplomarbeit
  • Erstprüfer:  Univ. Prof. Dipl.-Ing. Mag. Wolfgang Baatz
  • Zweitprüfer:  Nanke Schellmann, PhD, MA
  • Abgabedatum:  2014
  • Sprache:  Deutsch
  • Seitenzahl:  213
  • Abbildungen:  263
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