Tagungsbeitrag
Spiekermann, Antje; Weyer, Angela:
Geschichte der Fragmente nach ihrer Auffindung
Wohl bereits ab 1893 wurden zahlreiche Stuckfragmente in das neu gegründete Andreas-Museum überführt, dessen bemerkenswerte Gründung, Trägerschaft und Räumlichkeiten für die Erhaltung der Stuckfragmente sehr bedeutend wurde, obwohl nur wenige ausgestellt waren. Von hier gelangten sie in städtischen Besitz. Mit der Auslagerung der Bestände ab 1941 verlieren sich manche Objekte. Gleichzeitig entstanden durch die massive Zerstörung der Michaeliskirche weitere Stuckfragmente bzw. wurden in beschädigten Mauern entdeckt. Eine Auswahl wurde ins städtische Museum gebracht, der Rest und alle nachfolgenden Funde verblieben bei der Gemeinde. Nur einige wenigen Objekte wurden seither in Ausstellungen präsentiert.
Antje Spiekermann M.A. studierte Ägyptologie, Ur- und Frühgeschichte und Klassische Archäologie in Münster und Leipzig. Bis Herbst 2023 arbeitete sie im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim als Registrarin, seit Herbst 2023 ist sie Sammlungsmanagerin der Museen der Stadt Bamberg. Sie forscht zur Hildesheimer Geschichte, u.a. zum Andreasmuseum.
Dr. Angela Weyer M.A. studierte Kunstgeschichte und Geschichte und wurde 1998 nach mehreren Jahren in der Denkmalpflege Gründungsdirektorin des Hornemann Instituts der HAWK im Hildesheim. Ihre Magisterarbeit schrieb sie über frühmittelalterliche Stuckfragmente der Klosters Disentis (CH).