Hochschularbeit
| Tabea Petry: | Spring auf! Konstruktions- und Materialanalyse von Sprungrückenbüchern anhand von Beispielen aus dem Bestand der SUB Göttingen | Zurück |
| Sprache: | Original - Übersetzung | |
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| Zusammenfassung: | Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht Konstruktionen und Materialien von Sprungrückenbüchern des 19. und 20. Jahrhunderts. Im Vordergrund steht dabei, zeitliche und räumliche Entwicklungen sowie Unterschiede zwischen handwerklicher und serieller Fertigung (z.B. in Geschäftsbücherfabriken) herauszuarbeiten, um eine Grundlage für die bessere Beschreibung und Analyse historischer Objekte zu schaffen. Hierfür wurden ca. 20 deutsch- und englischsprachige Quellen von 1800-2023 zur Herstellung von Sprungrückenbüchern ausgewertet und verglichen. Um die Analyseergebnisse zu validieren, wurden 19 historische Sprungrückenbücher der SUB Göttingen untersucht und der Literatur gegenübergestellt. Zur Untersuchung wurde eine Tabelle entwickelt, die eine systematische Erfassung der wichtigsten Konstruktionsmerkmale ermöglicht. Durch die Analyse von Schadensbildern konnten zudem Rückschlüsse auf Schwachstellen bestimmter Konstruktionsvarianten gezogen werden. Die Auswertung zeigt, dass insbesondere im 19. Jahrhundert in Deutschland verschiedene Varianten des Sprungrückenbuchs existierten, die von der heute üblichen Konstruktion abweichen. Hauptunterschiede sind hierbei die Form des Sprungrückens, der Falzabstand und die Konstruktion der Feder. Zudem konnten unterschiedliche Techniken zur Sprungrückenherstellung und Feder-Deckel-Verbindung zwischen englischen und deutschen Quellen nachgewiesen werden. Als größte Schwachstelle erwies sich die Verwendung eines gebrochenen Rückens aus Karton zum Anbringen des Sprungrückens: Dieser war bei den untersuchten Büchern oft im Falz gerissen, was den Funktionsmechanismus stark einschränkt. Die Vielfalt der historischen Konstruktionen und verwendeten Materialien stellt die Konservierung-Restaurierung vor die Herausforderung, angepasste Maßnahmen zu entwickeln. |
| Schlagworte: | Sprungrücken, Sprungrückenbuch, Geschäftsbuch, Funktionsbeschreibung, Quellenanalyse, Quellenvergleich, Analysetabelle, Konstruktionsvergleich, Schadensbilder, Schwachstellen |
| Inhalt: | 1 Das Sprungrückenbuch — Von der Forschung vergessen? 2 Zwischen Verwendung und Konstruktion: Was ist ein Sprungrückenbuch? 2.1 Ein Einband mit vielen Namen 2.1.1 Springback, aus der Familie der stationery bindings 2.1.2 Vom Patentband zum Sprungrückenbuch 2.2 Form follows function 2.2.1 Der Funktionsmechanismus 2.2.2 Die Konstruktionselemente 2.3 Sprungrückenbuch oder Buch mit Sprungrücken? – Terminologievorschlag 3 Quellenanalyse 3.1 Auswahl der Quellen 3.2 Vergleich der Herstellungsbeschreibungen 3.2.1 Buchblockbildung 3.2.2 Vorsatzkonstruktion 3.2.3 Heftung 3.2.3.1 Heftbänder 3.2.3.2 Fadenheftung 3.2.3.3 Drahtheftung 3.2.3.4 Lagenverbindung nach dem Heften 3.2.4 Rückenbearbeitung und Hinterklebung 3.2.4.1 Runden 3.2.4.2 Hinterklebung 3.2.4.3 Tacketing 3.2.5 Feder 3.2.5.1 Lever 3.2.5.2 Schwache Pappe 3.2.6 Sprungrücken 3.2.6.1 Material des Sprungrückens 3.2.6.2 Anfertigung des Sprungrückens 3.2.7 Deckelkonstruktion 3.2.7.1 Split boards 3.2.7.2 Starke Pappe 3.2.8 Überzugsmaterialien 3.2.8.1 Pergament 3.2.8.2 Leder 3.2.8.3 Gewebe 3.2.8.4 Papier 3.2.8.5 Lederbesatz (bands) 3.2.8.6 Schienen und Ecken 3.3 Fazit der Analyse 4 Analyse von ausgewählten Sprungrückenbüchern der SUB Göttingen 4.1 Sprungrückenbuchbestand der SUB 4.2 Vorgehensweise 4.2.1 Entwicklung der Analysetabelle 4.2.2 Beispielanalyse: Manual 1891.92 4.3 Auswertung 4.3.1 Abgleich mit den historischen Quellen 4.3.2 Schwachstellen des Sprungrückenbuchs 5 Herausforderungen für die Restaurierung 6 Bibliographie 7 Abbildungsverzeichnisse 8 Glossar 9 Anhang |
| weitere Angaben: |
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| Kontakt: |
Tabea Petry Info@[Diesen Teil loeschen]lang-und-buendig.de |
| Download: |
Volltext der Hochschularbeit (pdf-Format, ca. 3.64 MB) |
| DOI (Digital Object Identifier) | 10.5165/hawk/561 |
Das Hornemann Institut verfügt ausschließlich über die hier angezeigten Informationen. Für weitere Informationen oder Kopien der Hochschularbeit wenden Sie sich bitte an den Autor/die Autorin - oder wenn kein Kontakt angegeben ist - an die Sekretariate der jeweiligen Fakultäten.