Tagungsbeitrag

Burmester, Andreas:

Es sind also alle die Gefahren: Präventive Konservierung als Maßgabe im Museumsbau

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Der Beitrag – der die Osnabrücker Tagung zur "Schadstoffvermeidung im Museum" eröffnen wird – nimmt seinen Ausgangspunkt bei Erinnerungsstrategien, bei einer knappen Schilderung der technischen Entwicklung des Museumsbaus und bei einer Definition dessen, was der Referent unter Präventiver Konservierung versteht und lehrt. Mit diesen drei Punkten ist das Feld abgesteckt, in dem sich der Beitrag und unsere Bemühungen um eine Vermeidung von Schadstoffen im Museum bewegen werden.

Eine historisch orientierte Analyse ausgewählter Aspekte des Museumsbaus legt nahe, daß die sprichwörtlich "faule Luft" und der "Staub" bereits früh Thema besorgter Diskussionen und technischer Gegenmaßnahmen waren. Doch erst der systematische Ansatz vergangener Jahre beginnt, die Problematik gas- wie auch partikelförmiger Luftschadstoffe meßtechnisch wie auch seitens der Risikoabschätzung zu beschreiben. Neben Grundlagen präsentiert der Beitrag aktuelle Messungen der gängigsten gasförmigen Schadstoffe wie auch von Staub aus verschiedenen Museen, darunter auch den drei Münchner Pinakotheken. Es wird deutlich, daß eine differenziertere Betrachtungsweise angezeigt und die Wunderwaffe der Vollklimaanlage – ursprünglich gegen die "faule Luft" im Museum eingeführt - zu hinterfragen ist. Ziel des Beitrages ist, den Hörer in die Schadstoffproblematik einzuführen, ein historisches Bewußtsein für "faule Luft" und "Staub" im Museum zu wecken, die damit verbundenen Risiken für das Sammlungsgut aufzuzeigen und an Hand konkreter Meßergebnisse ein Gefühl für gängige Belastungen im Außen- wie auch im musealen Innenraum auszubilden. Der Beitrag endet mit einem Katalog praktischer Empfehlungen, welche Gegenmaßnahmen ergriffen werden können, um die Belastung mit gas- wie auch partikelförmigen Schadstoffen zu minimieren.

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Doerner Institut München, Bayerische Staatsgemäldesammlungen