Projektdokumentation

Feyer, Cornelia:

Historische Parkanlage Sommerresidenz „Samuel von Brukenthal“

01.01.2005 bis 01.01.2006

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Inhalt
Beteiligte

Luftaufnahme der Sommerresidenz "Samuel von Brukenthal" mit der historischen Parkanlage
Luftaufnahme der Sommerresidenz "Samuel von Brukenthal" mit der historischen Parkanlage
Die heute über 200 Jahre alte Parkanlage „Sommerresidenz des Baron Samuel von Brukenthal“ war bereits im 18. Jahrhundert aufgrund ihrer einzigartigen Lage am Fuße der Südkarpaten am hohen Ufer des Altflusses und aufgrund ihrer reichen Gartenkultur als „Gesundbrunnen“ und „Siebenbürgisches Eden“ über die Landesgrenzen Siebenbürgens hinaus bekannt.

Die Parkanlage, bestehend aus barocken Partien und Elementen des englischen Landschaftsgartens wurde im 18. Jahrhundert als ein am Nutzen orientiertes landwirtschaftliches Gut verstanden. Brukenthal kultivierte mit viel Sachverstand neue Pflanzen für das einheimische Klima und züchtete Exoten wie Ananas, Datteln, Orangen usw.
Heute hat die Anlage wieder an Bedeutung gewonnen. Es handelt sich um den einzigen erhaltenen Barockpark dieser Größenordnung in Rumänien. Kulturhistorisch ist er für ganz Südosteuropa bedeutend. Schloss und Park bilden ein Gesamtkunstwerk, dessen Fortbestand auch im Sinne der europäischen Auffassung von Sicherung und Erhalt wertvoller Kulturgüter gewährleistet werden muss. Die Parkanlage steht seit 1990 unter nationalem Denkmalschutz.

Durch unterlassene oder unsachgemäße Pflege der letzten Jahrzehnte ist der Park heute verwildert und verwachsen. Die barocken Parkstrukturen sind jedoch zum großen Teil noch vorhanden bzw. nachvollziehbar, während im Bereich des englischen Landschaftsgartens die ursprüngliche Parkgestaltung kaum noch zu erkennen ist. Die Wasserbecken und Wege, Brücken und Treppengeländer sind reparaturbedürftig, die großartige Pflanzenvielfalt aus der Zeit Brukenthals ist nicht mehr existent. Bänke, Vasen und Skulpturen sind eingewachsen oder zerstört. Das Schloss steht leer und ist sanierungsbedürftig. Die Orangerie ist teilsaniert und wird für die Verwaltung, für Gästezimmer und Veranstaltungen genutzt. Die das Gelände in mehreren Verästelungen durchziehenden Kanäle, Bachläufe und Weiher sind verlandet und verschmutzt.

Andererseits haben sich auf Grund der mangelnden Pflege vielfältige naturschutzwürdige Biotope und Vegetationsstrukturen entwickelt, die im Falle einer Sanierung in die intensiv gestaltete historische Parkanlage integriert werden müssen. Die Aspekte von Denkmal- und Naturschutz müssen sorgfältig abgewogen und in Einklang gebracht werden.

Eine weitere Aufgabe besteht darin, die ehemalige Nutzung der Sommerresidenz als landwirtschaftliches Gut im Sinne Brukenthals wieder aufleben zu lassen und unter den innovativen Aspekten der ökologischen Landwirtschaft den Kulturpflanzenanbau in die Parkgestaltung zu integrieren. Durch die Erstellung eines Parksanierungskonzeptes und durch weitere fachliche Gutachten sollen die Grundlagen für die Erhaltung und Weiterentwicklung des Parks geschaffen werden. Im September 2005 wurden von der DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) und der CIM (Centrum für internationale Migration, BMZ Deutschland) in Zusammenarbeit mit der Stiftung „Samuel von Brukenthal“ die Aufträge hierfür erteilt. Büro Schumacher und Herrmann aus Berlin über nahm die Antragstellung und Projektträgerschaft.
(Auszug aus Kap. 1, Einleitung des Parksanierungskonzepts)

Gefördert von:
Deutsche Bundesstifung Umwelt (DBU)
Centrum für internationale Migration (CIM)

Gefördert durch die DBU



Dieses Projekt wurde gefördert durch
die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
AZ 25964/01

 
Inhalt

1. Einleitung S. 4

1.1 Anlass und Zielsetzung S. 4

1.2 Methodik S. 5

1.3 Lage des Parks im Raum und im Ortsgefüge S. 8

2. Geschichte des Parks / Historische Analyse S. 10
2.1 Übergeordnete geschichtliche Einordnung S. 10
2.1.1 Siebenbürgen im historischen Kontext S. 10
2.1.2 Die Geschichte Frecks S. 11
2.1.3 Die Bedeutung Samuel von Brukenthals für Siebenbürgen S. 11
2.1.4 Die Güter Samuel von Brukenthals S. 12

2.2 Die Hauptphasen der Parkentwicklung S. 14
2.2.1 Historische Analyse, Übersicht S. 14
2.2.2 Die erste Entstehungsphase unter Brukenthal und Buccow S. 16
2.2.3 Die zweite Entstehungsphase unter Brukenthal, S. 18
2.2.4 Die dritte Entstehungsphase unter Brukenthal S. 24
2.2.5 Die Bedeutung von Landwirtschaft und Gartenbau unter Brukenthal S. 32
2.2.6 Der Park unter Josef von Brukenthal, S. 34
2.2.7 Der Park unter verschiedenen Eigentümern, S. 37
2.2.8 Der Kurpark des Sanatoriums im Eigentum der Kirche S. 55
2.2.9 Der Kurpark des Sanatoriums im staatlichen Eigentum S. 59
2.2.10 Der Park im Besitz der Brukenthalstiftung S. 61

2.3 Denkmalwert der Parkanlage
2.3.1 Gesetzlicher Denkmalschutz S. 62
2.3.2 Der gartenhistorische Wert der Frecker Parkanlage S. 62

3. Bestandsbeschreibung und –bewertung S. 64

3.1. Naturräumliche Charakterisierung S. 64

3.2 Aktuelle Vegetationsstrukturen S. 66
3.2.1 Gehölzbestand S. 66
3.2.2 Krautflora S. 81
3.2.3 Feuchtgebiet S. 83

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DOI (Digital Object Identifier)

10.5165/hawk-hhg/132

Beteiligte

  • Cornelia Feyer (Autorin)
    Büro Logo verde, Sibiu / Hermannstadt, Büro für Umwelt Stadt und Grünplanung
  • Claus Herrmann
    Büro für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur Schumacher + Herrmann
  • Frank Riebesell
    Büro für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur Schumacher + Herrmann
  • Peter Groth
    Samuel-von-Brukenthal-Stiftung (SBS)
  • SC Maranoss Cons-Tur SRL
  • Henri Ossevoort
    Eco Consult
  • Joachim Schroll
    Eco Consult
  • Cristian Stoica
    Eco Consult
  • Constantin Horia Barbu
    Universität Lucian Blaga
  • Stefania Romascan
    Nationales Denkmalschutzamt
  • Asociatia culturala Hieronymus