Lauranas Kopf – Umgang mit seit 1945 fragmentierten Skulpturen im Bode-Museum

Vortragender: Dr. Neville Rowley, Staatliche Museen zu Berlin

Termin: 30. September 2020, 18.30 Uhr
Ort: HAWK, Alte Bibliothek, Brühl 20, Hildesheim
Einladungskarte (pdf, 181 KB)

Die Sammlung italienischer Skulpturen in den Staatlichen Museen zu Berlin ist eine der reichsten in der Welt und erlitt wie andere Berliner Sammlungen am Ende des Zweiten Weltkriegs umfangreiche Zerstörungen.

Viele Werke sind heute fragmentiert, was seit 75 Jahren immer wieder die Frage aufwirft: sollte man diese Objekte unverändert belassen und akzeptieren, dass sie nicht so sehr als Zeugnisse der italienischen Renaissance, sondern vielmehr als Resultat der tragischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts wahrgenommen werden? Oder sollte man im Gegenteil diese Fragmente wieder integrieren und ergänzen, um somit ihrer ursprünglichen Form näherzukommen? Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort und jeder Fall muss für sich betrachtet werden.

Dr. Neville Rowley promovierte an der Pariser Sorbonne und ist seit 2016 Kurator für frühe Italienische Kunst in der Gemäldegalerie und Skulpturensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin. Er hat zur italienischen Malerei und Skulptur zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht und einige Ausstellungen kuratiert.

Der Vortrag dient zugleich als Auftaktveranstaltung der internationalen Tagung an der HAWK "Das Fragment im digitalen Zeitalter. Möglichkeiten und Grenzen neuer Techniken in der Restaurierung".

Foto: Neville Rowley, Gestaltung: Ci/CD-Team der HAWK